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27.06.2026 – Unsere Liebe Frau von der immerwährenden Hilfe

Bildschirmfoto 25 6 2026 214153 fsspx.de [2]Es gibt viele Gnadenbilder Unserer Lieben Frau, aber sicherlich ist kein einziges in der katholischen Welt so bekannt und beliebt wie das der „Mutter von der immerwährenden Hilfe“. Über den Ursprung des Bildes weiß man nichts Näheres. Fest steht aber, dass dieses Bild sehr alt ist, dass es im 15. Jahrhundert von der Insel Kreta nach Rom kam und schon seit Jahrhunderten als „wundertätig“ verehrt wird. In Tausenden von Kirchen finden sich Nachbildungen des Gnadenbildes, die sich in sehr vielen Fällen ebenfalls als wundertätig erwiesen haben. Millionen von kleinen Andachtsbildchen der Mutter von der immerwährenden Hilfe sind und werden ständig über die ganze Welt verteilt. Jedes Kind kennt dieses Bild, jeder Christ sieht es gern. So gütig und mitleidig schaut uns die Mutter Jesu auf diesem Bild an, dass man Vertrauen zu ihr fassen, zu ihr beten muss. Tausende tun das zu jeder Stunde und finden Hilfe und Trost bei ihr, der Mutter von der immerwährenden Hilfe. Noch nie hat jemand vergebens zur Mutter des Herrn gerufen. Immer hilft sie. Auch dir wird sie helfen, so oder so. Ganz sicher wird sie dir helfen, wenn du mit Vertrauen und Beharrlichkeit zu ihr betest.

Auf welch unfassbare Weise die Muttergottes uns auch in unserer schwersten und zugleich wichtigsten Stunde beisteht, lesen Sie im folgenden Bericht.

DIE GOTTESMUTTER – HILFE DER STERBENDEN

Karl zählte fünfzehn Jahre. Er war ein Wirtssohn aus Turin und wohnte ganz in der Nähe des Oratoriums. Während Don Bosco sich auf Reisen befand, wurde Karl krank. Der Arzt meinte zu den niedergeschlagenen Eltern, es sei Zeit, an die Krankensalbung zu denken. „Holt mir Don Bosco!”, bat der Junge. Aber Don Bosco war abwesend. So kam ein Kaplan aus der Pfarrkirche und spendete dem Kranken die Krankensalbung. Karl blieb jedoch noch immer sehr unruhig und verlangte ununterbrochen, auch in seinem schweren Todeskampf, nach dem Heiligen. Inzwischen war dieser ins Oratorium zurückgekehrt, und man übermittelte ihm sogleich die Bitte Karls. Eilig begab er sich dorthin. An der Haustür empfing ihn ein Diener: „O mein Gott, Sie kommen zu spät, vor sechs Stunden ist Karl gestorben.” Der Priester wurde ins Sterbezimmer geführt. Die Mutter und die Tante des Jungen knieten dort betend und weinend. Am Kopfende des Bettes brannte die Sterbekerze inmitten viele Blumen. Don Bosco ging auf den leblosen Körper zu und segnete ihn. Dann rief er in gebieterischem Ton: „Karl, steh auf!” Durch den Leichnam ging ein Zittern, er richtete sich auf, die Augen öffneten sich und erkannten den Priester: „O, Don Bosco! Wenn Sie wüssten, wie ich nach Ihnen gerufen habe! Das ist der liebe Gott selbst, der Sie hierhergeführt hat. O wie gut ist das!” — „Sprich Karl! Sag mir, was du auf dem Herzen hast, jetzt bin ich ganz für dich da.” Karl gestand: „Bei meiner letzten Beichte habe ich eine schwere Sünde verschwiegen, die ich einige Wochen vorher begangen habe. Und denken Sie sich, was ich geträumt habe: Ich stand am Rande eines Abgrunds, der ganz mit Feuer angefüllt war. Da waren schreckliche Leute, die wollten mich in den Abgrund stoßen. Aber eine wunderschöne Dame kam und schützte mich. Sie nahm mich bei der Hand und sagte: „Lasst ihn, er ist noch nicht gerichtet!’ Und in diesem Augenblick haben Sie mich aufgeweckt. Jetzt möchte ich gerne beichten.” Auf einen Wink des Priesters verlassen Mutter und Tante schreckensbleich das Zimmer. Nach Beendigung der Beichte durften sie mit den übrigen Angehörigen wieder hereinkommen. Karl rief ihnen freudestrahlend zu: „Don Bosco hat mich vor der Hölle bewahrt!” Noch zwei Stunden unterhielt er sich mit seinen Lieben. Sein Leib und seine Glieder aber fühlten sich kalt wie Marmor an. Dann stellte der Heilige ihm die Frage: „Was jetzt, mein lieber Karl? Du bist wieder ein Freund Gottes geworden, was willst du nun tun? Willst du bei uns bleiben oder zu Gott gehen?” „Ich will zu Gott gehen”, kam ohne Zögern die Antwort. „Also gut, dann auf Wiedersehen im Himmel, mein Sohn!” Karl legte den Kopf in die Kissen, schloss friedlich die Augen und ging heim zu Gott. Von zwei anderen Schülern des Heiligen, die im Alter von fünfzehn Jahren eines heiligmäßigen Todes starben, vernehmen wir, dass ihre Marienverehrung ihnen der größte Trost im Augenblick des Todes war. Kurz bevor Michael Magon die Augen für immer schloss, fragte Don Bosco ihn: „Sag mir, Michael, was von all dem, das du in deinem Leben getan hast, beglückt dich in diesem Augenblick, wo du vor Gott hintreten wirst, am meisten?” Und Michael erwiderte ihm mit einem schon wahrhaft himmlischen Lächeln: „Die meiste Freude macht mir jetzt all das, was ich zur Ehre der Gottesmutter getan habe!” Der andere, Dominik Savio, selig gesprochen am 5. März 1850, erschien bald nach seinem Tod unserem Don Bosco. „Dominikus, verrate mir, damit ich es an deine Freunde weitersagen kann: Was hat dir im Augenblick des Sterbens am meisten geholfen?” — „Sag ihnen, Vater, es war der Beistand der Gottesmutter!”

Bild [3]

Jungfrau, Mutter Gottes mein

Jungfrau, Mutter Gottes mein!
Lass mich ganz dein eigen sein.
Dein im Leben und im Tod;
Dein in Unglück, Angst und Not;
Dein in Kreuz und bitt`rem Leid;
Dein für Zeit und Ewigkeit.
Jungfrau, Mutter Gottes mein!
Lass mich ganz dein eigen sein.

Mutter! – auf dich hoff` und baue ich!
Mutter! – zu dir ruf` und seufze ich!
Mutter! – du Gütigste! Steh mir bei!
Mutter! – du Mächtigste! Schutz mir verleih!

O Mutter! – so komm, hilf beten mir!
O Mutter! – so komm, hilf streiten mir!
O Mutter! – so komm, hilf leiden mir!
O Mutter! – so komm und bleib bei mir!

Du kannst mir ja helfen, – o Mächtigste!
Du willst mir ja helfen, – o Gütigste!
Du musst mir nun helfen, – o Treueste!
Du wirst mir auch helfen, – Barmherzigste!

O Mutter der Gnade! Der Christen Hort!
Du Zuflucht der Sünder, des Heiles Port!
Du Hoffnung der Erde, des Himmels Zier!
Du Trost der Betrübten, ihr Schutzpanier!
Wer hat je umsonst deine Hilf` angefleht?
Wann hast du vergessen ein kindlich` Gebet?

Drum ruf` ich beharrlich im Kreuz und im Leid:
„Maria hilft immer, – sie hilft jederzeit!“
Ich ruf` voll Vertrauen im Leiden und Tod:
„Maria hilft immer, – in jeglicher Not!“
So glaub` ich, – und lebe und sterbe darauf:
„Maria hilft mir in den Himmel hinauf“.

Jungfrau, Mutter Gottes mein!
Lass mich ganz dein eigen sein.
Dein im Leben und im Tod;
Dein in Unglück, Angst und Not;
Dein in Kreuz und bitt`rem Leid;
Dein für Zeit und Ewigkeit.
Jungfrau, Mutter Gottes mein!
Lass mich ganz dein eigen sein. Amen.

 

Textquelle:

https://www.marianisches.de/novene-und-gebete-zur-mutter-von-der-immerw%C3%A4hrenden-hilfe/

Die Schönsten Mariengeschichten, Band 1, zusammengestellt von Karl Maria Harrer, Bd.1, S.43

 

Bildquelle:

https://fsspx.de/de/news/unsere-liebe-frau-von-der-immerwaehrenden-hilfe-22070

KI – generierte Darstellung des Berichtes