[2]Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes und frohes Osterfest!
„Das Lamm hat die Schafe erlöst. Christus, ohne Schuld, hat die Sünder mit dem Vater versöhnt.“ (Sequenz der Osterliturgie)
Freut euch, der Herr ist auferstanden! Die ernste Zeit der Buße und Läuterung ist nun vorbei und darf der übergroßen Osterfreude weichen. In der kirchlichen Liturgie kehrt nun immer wieder der freudige Jubelruf „Alleluja“ wieder.
Das Fest der Auferstehung Jesu ist das größte Fest im Kirchenjahr und so richten sicdh die beweglichen Feste im Jahr nach Ostern.
Unser Glaube steht und fällt mit der Auferstehung Christi. Ist Christus auferstanden, dann ist auch alles wahr, was er sagt und uns durch die Kirche lehrt, insbesondere unsere eigene Auferstehung und das ewige Leben.[1] [3] „Ist aber Christus nicht auferstanden, dann ist eitel unser Glaube“, schreibt der hl. Paulus (1 Kor 15,17). Das ganze christliche Leben, das sich an der Ewigkeit orientiert, wäre dann eine Torheit.
Alleluja, Jesus lebt!
[4]
Doch nein, es ist wahr! Jesus, unser Heiland, ist Sieger und lebt! Der hl. Paulus schreibt: „Er ist auferstanden um unserer Rechtfertigung willen“ (Röm. 4,25), damit wir das Leben haben, welches in Jesu Auferstehung zuallererst, dem „Erstling“, aufstrahlt (1 Kor. 15,23).[2] [5]
Das Osterfest soll uns mit großer Hoffnung und Dankbarkeit erfüllen, denn in der Kraft des Auferstandenen tragen auch wir das ewige Leben mit dem Sieg über Sünde und Welt in uns. Gott wird auch uns am jüngsten Tag zum Leben auferwecken, wenn wir ihn lieben und seine Gebote halten.
Den Blick auf das Ewige richten
In genau diesem Punkt stellt uns Ostern aber auch vor eine Aufgabe. Wir sind mit Christus in der heiligen Taufe auferstanden. Daher ermahnt uns der hl. Paulus, dass wir nicht an den vergänglichen Dingen der Erde hängen sollen, sondern an den ewigen, himmlischen[3] [6]:
„Wenn ihr mit Christus auferstanden seid, so sucht, was droben ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt. Was droben ist, sei euer Sinnen, nicht das, was auf Erden. Denn ihr seid [der Welt und Sünde, dem Zeitlichen] gestorben, und euer Leben ist mit Christus in Gott verborgen.“ (Kol. 3,1 ff.; Epistel des Karsamstags)
Das Osterfest bedeutet einen Aufbruch in ein neues Leben. Im Alten Testament mussten die Juden vor dem Pessach den alten Sauerteig aus dem Haus schaffen. Diese Handlung sollte die Juden an die hastige Flucht aus Ägypten erinnern, bei der sie keine Zeit zum Säuern der Brote hatten. Der heilige Paulus überträgt diese Tatsache auf das geistliche Leben und folgert: Der Christ muss sein altes, sündhaftes Leben aufgeben und ein neuer Mensch werden:
„Lasst uns Festmahl halten, nicht mit dem alten Sauerteig, dem Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit dem ungesäuerten Brote der Lauterkeit und Wahrheit.“ (1 Kor. 5,7; Epistel des Ostersonntags)
Jesus, das wahre Opferlamm
[7]In der Osterliturgie erscheint der Auferstandene während der Opferfeier in unserer Mitte. Auf dem Altar ist Er selbst das Osterlamm. Der Priester nimmt es in seine Hände und übergibt es Gottvater als eine „reine, heilige, makellose Gabe“. Wir selbst sollen uns mit diesem Opfer verbinden und Jesu Sieg über die Sünde teilen.[4] [8]
Die große Osterfreude findet schließlich auch Ausdruck in der Heiligen Kommunion. Der Auferstandene tritt ein in unsere Seelen und durchdringt sie mit der ganzen Fülle seines Wesens, das die Welt und den Tod überwunden hat.[5] [9]
Freuen wir uns mit Maria
Aus der Heiligen Schrift wissen wir, dass die drei heiligen Frauen, Maria Magdalena, Maria, die Mutter des Jakobus und Salome, frühmorgens zum Grabe Jesu gingen, um den Leichnam Jesu zu salben. Dort sahen sie einen Engel, der ihnen von der Auferstehung des Herrn berichtete. Sie waren die ersten Zeuginnen der Auferstehung, von denen die Bibel berichtet.
[10]Von der Erscheinung des Auferstandenen bei der Muttergottes berichtet die Heilige Schrift nichts.[6] [11] Dennoch dürfen wir zuversichtlich sein, dass Jesus seiner geliebten Mutter erschien. Sie, die bei der Passion Jesu so viel gelitten hat, so sehr, dass kein Mensch die Größe ihrer Leiden je begreifen wird, wurde nun von einer übergroßen Freude erfüllt.
Betrachten wir in der Osterzeit ein wenig die Freude der Muttergottes. Möge sie uns helfen, unseren Blick auf die ewigen Dinge zu richten. Bitten wir sie um die wahre Freude im Herrn und um eine große Hoffnung auf den Himmel!
Quellen
Salvator Maschek: Katholisches Hausbuch. Zur Erbauung und Belehrung für die Familien und für die lieben Kranken, Einsiedeln/Köln 1937.
https://fsspx.de/de/news/ostern-christus-ist-wahrhaft-auferstanden-18925
m-i.info/de/ostern-und-die-freude-mariens/
1] [12] Salvator Maschek: Katholisches Hausbuch. Zur Erbauung und Belehrung für die Familien und für die lieben Kranken, Einsiedeln/Köln 1937, S. 144.
[2] [13] https://fsspx.de/de/news/ostern-christus-ist-wahrhaft-auferstanden-18925 [14], letzter Aufruf am 25.03.2026.
[3] [15] https://fsspx.de/de/news/ostern-christus-ist-wahrhaft-auferstanden-18925 [14], letzter Aufruf am 26.03.2026.
[4] [16] https://fsspx.de/de/news/ostern-christus-ist-wahrhaft-auferstanden-18925 [14], letzter Aufruf am 26.03.2026.
[5] [17] https://fsspx.de/de/news/ostern-christus-ist-wahrhaft-auferstanden-18925 [14], letzter Aufruf am 26.03.2026.
[6] [18] https://m-i.info/de/ostern-und-die-freude-mariens/ [19], letzter Aufruf am 26.03.2026.
Bilder:
- Titelbild, lizenziert für MI, Copyright by Envato
- Matthias Grünewald, Auferstehung Christi auf dem 2. Wandbild des Isenheimer Altars, Colmar, Museum Unterlinden, gemeinfrei.
- Brunn am Gebirge ( Niederösterreich ). Kath. Pfarrkirche hl. Kunigunde – Prozessionsfahne mit Lamm Gottes, Wolfgang Sauber, CC-BY-SA 4.0
- Fra Angelico, Public domain, via Wikimedia Commons