[1]Rund 250 Gläubige haben sich am Sonntag, dem 11. Oktober, der Fatima-Prozession des Priorats Christkönig in Bonn angeschlossen. Hinter Kreuz und Fatima-Madonna zogen sie betend und singend durch die Stadt und setzten ein weithin sichtbares Zeichen für den Frieden.
Die Prozession begann nach einem feierlichen Hochamt in der Christkönig-Kirche am Kaiser-Karl-Ring. Sie führte durch Bonn-Castell zum Rheinufer und schließlich zurück zum Priorat.
Die Festpredigt im Rahmen einer Andacht im Garten des Priorats hielt Pater Helmut Trutt, Mitglied der Militia Immaculatae, Distrikt Deutschland. Diese weltweite Gebetsbewegung hat der heilige Maximilian Kolbe 1917 gegründet. In der Andacht weihte Pater Trutt Russland, die Ukraine und das Rheinland dem Unbefleckten Herzen Mariens. Die Teilnehmer konnten sich dabei auch persönlich der Gottesmutter weihen.
Im Anschluss segnete Pater Trutt eine neue Marienstatue vor der Kirche. Dort findet nun jeden Mittwoch um 18 Uhr ein öffentliches Rosenkranzgebet für den Frieden statt, im Rahmen der deutschlandweiten Aktion „Deutschland betet R
[2]osenkranz“. Jeder ist willkommen.
Hintergrund: Die Botschaft von Fatima
Die Prozession erinnert an die Marienerscheinungen im portugiesischen Fatima im Jahr 1917. Nach dem Bericht der Seherin Lucia dos Santos enthielt die Botschaft eine eindringliche Warnung: Wenn die Menschen nicht aufhörten, Gott zu beleidigen, drohten Krieg, Hunger und
[3]Verfolgung der Kirche. Ausdrücklich wurde auch Russland genannt. Wenn man auf die Bitten der Gottesmutter höre, werde Russland sich bekehren und es werde Friede sein. Andernfalls werde es „seine Irrtümer in der Welt verbreiten und Kriege und Verfolgungen der Kirche heraufbeschwören“. Angesichts des Krieges in der Ukraine und der wachsenden Spannungen in Europa hat diese Botschaft für viele Gläubige neues Gewicht bekommen.
Zur Bestätigung hatte die Gottesmutter nach dem Bericht der Kinder für den 13. Oktober 1917 ein Zeichen angekündigt. Zeitgenössischen Berichten zufolge wurden an diesem Tag bis zu 70.000 Menschen Zeugen des sogenannten Sonnenwunders. 1930 erkannte der zuständige Bischof von Leiria die Erscheinungen offiziell als glaubwürdig an.
Auch Papst Franziskus griff die Botschaft von Fatima auf. Am 25. März 2022, einen Monat nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine, weihte er beide Länder dem Unbefleckten Herzen Mariens.
Das Priorat Christkönig
Das Priorat Christkönig der Priesterbruderschaft St. Pius X. feiert Ende Oktober sein 40-jähriges Jubiläum. Vielen Menschen, die heute nach Sinn und Halt suchen, will das Priorat eine geistliche Heimat bieten und Ausdruck eines lebendigen Glaubens sein.
Die Festgottesdienste halten der langjährige Generalobere der Bruderschaft, Pater Franz Schmidberger (Freitag, 23. Oktober, 18 Uhr), und der Distriktobere für Deutschland, Pater Stefan Pfluger (Sonntag, 25. Oktober, 10 Uhr).
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