{"id":123553,"date":"2026-01-03T17:52:19","date_gmt":"2026-01-03T16:52:19","guid":{"rendered":"https:\/\/m-i.info\/?p=123553"},"modified":"2026-01-03T17:52:19","modified_gmt":"2026-01-03T16:52:19","slug":"epiphanie-die-fruechte-der-gnade-in-der-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/m-i.info\/de\/epiphanie-die-fruechte-der-gnade-in-der-gesellschaft\/","title":{"rendered":"Epiphanie: Die Fr\u00fcchte der Gnade in der Gesellschaft"},"content":{"rendered":"<p>Entdecke, wie die drei Wunder der Epiphanie (Heilige Drei K\u00f6nige am 6. Januar) \u2013 Stern, Taufe und Hochzeit zu Kana \u2013 nicht nur die Geschichte der Christenheit gepr\u00e4gt haben, sondern auch heute noch unser Leben und unsere Gesellschaft verwandeln k\u00f6nnen. Der Text zeigt eindrucksvoll, wie die Gnade Gottes ganze Familien, Kulturen und Herzen erneuert und warum wir sie nicht als selbstverst\u00e4ndlich hinnehmen d\u00fcrfen. Ein inspirierender Blick auf die Kraft des Glaubens und den missionarischen Geist der Kirche! Nachstehend eine Predigt von Erzbischof Marcel Lefebvre vor 50 Jahren:<\/p>\n<h2>Die drei Wunder der Epiphanie<\/h2>\n<p>An der Feier von Epiphanie besingt die Kirche drei Wunder: das Wunder des Sternes, der die Heiligen K\u00f6nige zur Krippe f\u00fchrt, das Wunder der Taufe Unseres Herrn und das des Wassers, das in Kana zu Wein verwandelt wird. Monseigneur erkl\u00e4rt in seiner Predigt die Bedeutung dieser Wunder in der Geschichte der Christenheit.<\/p>\n<p>\u2026 Und wenn man das nun praktisch, ganz konkret und historisch betrachtet: was bedeuten diese Wunder und was bedeutet der Kontakt unseres Herrn Jesus Christus mit allen V\u00f6lkern der Welt?<\/p>\n<h2><a href=\"https:\/\/m-i.info\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/The_Barber_Institute_of_Fine_Arts_-_Bartolome_Esteban_Murillo_-_The_Marriage_Feast_at_Cana.jpeg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-123586 size-medium\" src=\"https:\/\/m-i.info\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/The_Barber_Institute_of_Fine_Arts_-_Bartolome_Esteban_Murillo_-_The_Marriage_Feast_at_Cana-300x229.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"229\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/m-i.info\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/The_Barber_Institute_of_Fine_Arts_-_Bartolome_Esteban_Murillo_-_The_Marriage_Feast_at_Cana-300x229.jpeg 300w, https:\/\/m-i.info\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/The_Barber_Institute_of_Fine_Arts_-_Bartolome_Esteban_Murillo_-_The_Marriage_Feast_at_Cana-768x586.jpeg 768w, https:\/\/m-i.info\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/The_Barber_Institute_of_Fine_Arts_-_Bartolome_Esteban_Murillo_-_The_Marriage_Feast_at_Cana-425x325.jpeg 425w, https:\/\/m-i.info\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/The_Barber_Institute_of_Fine_Arts_-_Bartolome_Esteban_Murillo_-_The_Marriage_Feast_at_Cana-600x458.jpeg 600w, https:\/\/m-i.info\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/The_Barber_Institute_of_Fine_Arts_-_Bartolome_Esteban_Murillo_-_The_Marriage_Feast_at_Cana.jpeg 960w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die Gnade in der Geschichte Europas<\/h2>\n<p>Sicher sind einige V\u00f6lker privilegiert gewesen, und die unsrigen sind privilegiert gewesen. Wenn wir so durch unsere Lande fahren, sehen wir \u00fcberall Zeichen der Gegenwart Unseres Herrn Jesus Christus unter uns, in unseren V\u00f6lkern. Und man kann bald bis in die ersten Jahrhunderte zur\u00fcckgehen, vor allem hier, in dieser Gegend, wo man durch St\u00e4dte wie Sion (Sitten) und Aosta f\u00e4hrt, und durch diese L\u00e4nder, wo das Evangelium schon gleich in den ersten Jahrhunderten angekommen war. Und in zahlreichen anderen Gegenden Europas sieht man, dass das Evangelium gleich in den ersten Jahrhunderten in unseren Landstrichen verk\u00fcndet wurde.<\/p>\n<p>Wie gl\u00fccklich sind wir, die wir die Botschaft Unseres Herrn Jesus Christus geh\u00f6rt haben. Wie gl\u00fccklich sind wir, die wir schon seit Generationen im Namen unseres Herrn Jesus Christus getauft wurden; die wir die Gnade Unseres Herrn Jesus Christus empfangen haben; dass unsere Seele verwandelt wurde, wie das Wasser in Wein; die wir wirklich alle \u00fcbernat\u00fcrlichen Tugenden erhalten haben.<\/p>\n<p>Diese Geschichte unserer Vorfahren zeigt uns die Bindung, die unsere Eltern und unsere Vorfahren zu Jesus Christus hatten. All die sichtbaren Zeichen, die sie hinterlassen haben, die Kathedralen, die Denkm\u00e4ler, die sie erbaut haben, alles Denkm\u00e4ler, die ihren Glauben an Jesus Christus darstellen.<\/p>\n<h2>Das Geschenk der Taufe und Eucharistie<\/h2>\n<p>Und denkt man nur an die zahlreichen Berufungen der Priester, der Ordensbr\u00fcder und Ordensschwestern, an die heiligen katholischen Familien, die so zahlreiche Berufungen hervorgebracht haben, die es erm\u00f6glicht haben, dass diese Berufungen im Herzen der christlichen Familien zur Reife gelangten, wie zielf\u00fchrend und fruchtbar war doch die Gnade Unseres Herrn Jesus Christus in all diesen Gegenden!<\/p>\n<h2><a href=\"https:\/\/m-i.info\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/photo_5955059812351544316_w.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-123578 size-medium\" src=\"https:\/\/m-i.info\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/photo_5955059812351544316_w-207x300.jpg\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"300\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/m-i.info\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/photo_5955059812351544316_w-207x300.jpg 207w, https:\/\/m-i.info\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/photo_5955059812351544316_w-707x1024.jpg 707w, https:\/\/m-i.info\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/photo_5955059812351544316_w-768x1112.jpg 768w, https:\/\/m-i.info\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/photo_5955059812351544316_w-380x550.jpg 380w, https:\/\/m-i.info\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/photo_5955059812351544316_w-600x869.jpg 600w, https:\/\/m-i.info\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/photo_5955059812351544316_w.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 207px) 100vw, 207px\" \/><\/a>Vergessenes Erbe \u2013 Gefahr der Gewohnheit<\/h2>\n<p>Doch sind wir vielleicht zu vergesslich. Wenn es doch eigentlich ein Vorteil ist, in einem Landstrich oder einer Gegend zu leben, wo das Evangelium seit vielen Jahrhunderten verbreitet ist, so ist es m\u00f6glicherweise auch ein Nachteil, unserer selbst wegen, durch unser Verschulden, unsere Nachl\u00e4ssigkeit, unser Vergessen, in dem Sinne, dass es uns ganz normal erscheint, Christ zu sein, ganz normal, auf den Namen Unseres Herrn Jesus Christus getauft zu sein, ganz normal, dass unsere Seelen durch die Gnade Gottes verwandelt werden.<\/p>\n<p>Und so vergessen wir, davon zu profitieren; wir vergessen, unsere Seelen dieser Gnade Unseres Herrn Jesus Christus zu \u00f6ffnen. Es scheint uns etwas ganz Vernachl\u00e4ssigbares zu sein, das uns nicht mehr bringt, als es unseren Eltern gebracht hat.<\/p>\n<h2>Die Kraft der Gnade in jungen Kirchen<\/h2>\n<p>Wohingegen ich selber habe feststellen k\u00f6nnen, dass in Gegenden, wo die katholische Religion erst seit zwei oder manchmal auch nur einer Generation gegenw\u00e4rtig ist, man den Reichtum und die Gnade Unseres Herrn Jesus Christus viel mehr zu sch\u00e4tzen wei\u00df. Man kann sie geradezu mit den H\u00e4nden greifen, es wird einem klar, was Unser Herr Jesus Christus uns gebracht hat. Wenn man sieht, wie die Gnade Unseres Herrn Jesus Christus durch die Taufe ganze Familien ver\u00e4ndern kann, ungl\u00e4ubige Familien, Familien, die schlechte Gewohnheiten hatten, Familien, die fast wie Tiere lebten, solche Familien durch die Gnade umgewandelt zu sehen, leuchtend, voll christlicher Tugenden. Die Gnade Unseres Herrn Jesus Christus verwandelt diese Seelen buchst\u00e4blich ab der ersten Generation.<\/p>\n<p>Und nicht nur die Seelen, auch den Leib. Man kann die Christen erkennen, schon an ihren Gesichtern, durch ihre Heiterkeit, durch den Frieden und die Freude, die aus ihren Gesichtern strahlen, anstelle der verbissenen Gesichter, manchmal gar Herzen, die von Hass und dem Wunsch, B\u00f6ses zu tun, durchdrungen sind. Die Seelen waren vollkommen verwandelt. Und sogar in den Wohnst\u00e4tten, ihre Haltung, ihr Benehmen, die Art und Weise, wie der Haushalt gef\u00fchrt wird, das alles war durch die Gnade Unseres Herrn Jesus Christus umgewandelt.<\/p>\n<h3>Helden des Glaubens \u2013 Katecheten und M\u00e4rtyrer<\/h3>\n<p>Unter diesen Leuten gab es sogar Helden, wie es die ersten Christen waren. Die Katecheten, die ihre Heimat verlie\u00dfen, wenn man von ihnen verlangte loszuziehen, ob sie verheiratet waren oder nicht, ihre D\u00f6rfer zu verlassen, um andere D\u00f6rfer zu evangelisieren, mit dem klaren Bewusstsein, dass sie ihr Leben riskierten. Katecheten wurden vergiftet. Ich kenne Menschen, die aufgrund ihres missionarischen Geistes durch Gift zu Tode gekommen sind, weil sie das Evangelium in die heidnischen Gegenden brachten. Denn die Heiden sahen all ihre Macht verloren, wenn ein Katechet auftauchte. Denn ihre Macht war von der Macht des Teufels. Und in dem gleichen Ma\u00dfe, wie der D\u00e4mon die D\u00f6rfer verlie\u00df, versiegte auch die Macht dieser Menschen. So wollten sie sich an diesen Katecheten r\u00e4chen und vergifteten sie.<\/p>\n<p>Diese Katecheten wussten das ganz genau. Sie wussten genau, dass sie ihr Leben riskierten. Dennoch zogen sie voll missionarischen Eifers los. Das ist die Kirche. Wir m\u00fcssen uns dessen bewusst sein, was Unser Herr Jesus Christus uns bereitet hat. F\u00fcr uns, die wir immer in einem christlichen Umfeld, in einem katholischen Umfeld gelebt haben, ist es schwer, uns des Reichtums der Gnade Unseres Herrn Jesus Christus bewusst zu sein.<\/p>\n<h2>Unser Auftrag heute: Herzen \u00f6ffnen<\/h2>\n<p>So m\u00fcssen wir uns also dessen bewusst werden. Wir m\u00fcssen dar\u00fcber nachdenken, was uns Unser Herr Jesus Christus durch die Taufe und die heilige Eucharistie geschenkt hat, all die Tugenden, die Unser Herr Jesus Christus in unseren H\u00e4usern, in unseren Seelen, in unseren Herzen zum Aufbl\u00fchen bringt. Und wir m\u00fcssen unsere Herzen der Gnade Unseres Herrn Jesus Christus \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle:<\/p>\n<p><em>Predigt von Erzbischof Marcel Lefebvre zur Oktav von Epiphanie, 11. Januar 1976, genau vor 50 Jahren. Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/fsspx.de\/de\/news\/epiphanie-fruechte-der-gnade-der-gesellschaft-8479\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>fsspx.de<\/em><\/a><em>, Zwischentitel durch die MI-Redaktion eingef\u00fcgt<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bilderquellen:<\/p>\n<ul>\n<li>Window: workshop of Franz Borgias Mayer (1848\u20131926); Photo: Wojciech Dittwald, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons<\/li>\n<li>Hochzeit zu Kana, Bartolom\u00e9 Esteban Murillo, Public domain, via Wikimedia Commons<\/li>\n<li>Taufe von Jesus Christus, Bartolom\u00e9 Esteban Murillo, Public domain, via Wikimedia Commons<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entdecke, wie die drei Wunder der Epiphanie (Heilige Drei K\u00f6nige am 6. Januar) \u2013 Stern, Taufe und Hochzeit zu Kana \u2013 nicht nur die Geschichte der Christenheit gepr\u00e4gt haben, sondern auch heute noch unser Leben und unsere Gesellschaft verwandeln k\u00f6nnen. 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