02.11.2026 – Allerseelen – Mariens Hilfe für die Armen Seelen

02.11.2026 – Allerseelen – Mariens Hilfe für die Armen Seelen

Bild1Am 2. November ist der Allerseelen-Tag und der November ist der Allerseelen-Monat. Wir beten und opfern in diesem Monat besonders für die Verstorbenen, welche womöglich noch nicht im Himmel sind. Es gibt nach katholischer Lehre neben Himmel und Hölle auch noch das Fegefeuer als Reinigungsort, wo alle Sündenstrafen abgebüßt werden, bis die Seele in den Himmel darf.

Maria – Königin des Fegefeuers

Die allerseligste Jungfrau Maria steht als liebevolle Mutter in einzigartiger Nähe zu den leidenden Seelen im Fegfeuer. Sie ist ihnen nicht nur Fürsprecherin, sondern Trösterin, Begleiterin und mächtige Helferin und so bezeichnet die Kirche sie zu Recht als Königin des Fegfeuers, denn in ihrer mütterlichen Barmherzigkeit wendet sie sich besonders jenen zu, die auf ihre Fürbitte angewiesen sind.

Die heilige Brigitta berichtet von einer tief bewegenden Botschaft der Gottesmutter. Maria selbst sprach zu ihr: „Ich bin die Mutter Gottes, weil Er es so gewollt hat. Aber ich bin auch die Mutter aller, die im Fegfeuer sind, denn jede Strafe, die diese Seelen zu erdulden haben, wird durch meine Fürbitte in jeder Stunde gemildert. Ich bin die Königin des Himmels, die Mutter der Barmherzigkeit, die Freude der Gerechten und die Zuflucht der Sünder. Keine Qual im Fegfeuer bleibt unberührt von meinem Beistand; durch mich wird jedes Leid gemildert und erträglicher gemacht.“ Auch der göttliche Heiland selbst spricht – so berichtet Brigitta – zu seiner Mutter mit tiefem Ernst und inniger Liebe:
„Du bist meine Mutter und der Trost aller, die im Fegfeuer sind.“

Bild2Die mütterliche Fürsorge Mariens für die Armen Seelen

So zeigt sich Maria nicht nur als Königin der Himmel, sondern auch als Königin der Armen Seelen, die mit wahrhaft königlicher Macht tröstet und hilft.

Wir dürfen mit Gewissheit davon ausgehen, dass jene, die auf Erden Maria besonders liebten und ehrten, nun im Reinigungsort auch in besonderer Weise ihre Liebe und Hilfe erfahren. Ebenso gilt: Wer die Marienfeste des Kirchenjahres im Leben treu gefeiert hat, darf an diesen Tagen im Fegfeuer auf ganz besondere Gnaden hoffen. Dies betrifft vor allem den Samstag, den Tag, der der Gottesmutter geweiht ist.

Eine Überlieferung, die der gelehrte Johannes Gerson überliefert, erzählt, dass Maria am Tag ihrer glorreichen Himmelfahrt eine große Schar von Seelen aus dem Fegfeuer befreite und mit sich in den Himmel führte. Der heilige Dionysius der Kartäuser berichtet zudem, dass eine ähnliche Gnade jedes Jahr am Ostertag geschieht: Maria steigt an diesem heiligen Fest in den Ort der Läuterung hinab, um viele der dort Leidenden zu trösten und zu befreien – jene Seelen, die fern von Gott seufzen und auf seine Barmherzigkeit hoffen.

Aus diesem Glauben heraus ruft der heilige Alphons von Liguori voll Freude aus: „Glücklich, ja dreimal glücklich sind jene, die sich der Mutter der Barmherzigkeit anvertrauen! Ihr Schutz verlässt sie nicht im Leben, nicht im Sterben – und selbst über den Tod hinaus folgt sie ihnen in das Fegfeuer nach.“ Je weniger die armen Seelen sich selbst helfen können, so erklärt er, desto mehr entfalte Maria ihre mütterliche Güte und Fürsorge. Darum sei es der Himmelskönigin besonders wohlgefällig, wenn wir sie um ihre Hilfe für die Armen Seelen anrufen. Der fromme Pater Boudon ermutigt die Gläubigen, nicht nur häufig und eifrig um Mariens Fürsprache für die Verstorbenen zu bitten, sondern auch all unsere guten Werke und Gebete vertrauensvoll in ihre heiligen Hände zu legen. „Denn“, so sagt er, „niemand kann gerechter darüber verfügen – und es ist zugleich ein herrlicher Beweis wahrer Liebe zu ihr.“

Der heilige Rosenkranz – eine mächtige Hilfe für die Verstorbenen

Das Gebet des Rosenkranzes besitzt – wie viele Heilige bezeugen – eine besondere Kraft zum Trost der Armen Seelen. Die Himmelskönigin selbst erklärte nach den Berichten des seligen Alanus von der Milla: Eine der wichtigsten Wirkungen des Rosenkranzes sei die Befreiung und Linderung der Seelen im Fegfeuer. Nach dem heiligen Messopfer gebe es kein stärkeres Hilfsmittel für die Armen Seelen als den Rosenkranz. Täglich, so sagten sie, würden viele Seelen dadurch aus ihren Leiden erlöst, die sonst noch lange hätten warten müssen.

Darum ermahnt der heilige Alphons von Liguori voll väterlicher Sorge: „Wenn wir den Seelen im Fegfeuer wirklich helfen wollen, dann müssen wir sie der allerseligsten Jungfrau Maria anvertrauen und besonders den Rosenkranz für sie beten. Durch dieses Gebet werden sie überaus getröstet.“ Und weiter sagt er: „Ich bin fest davon überzeugt, dass eine Seele, die durch die Fürbitten eines Christen aus dem Fegefeuer befreit wurde, wenn sie ins Paradies eintritt, Gott sagen wird: ‚Herr, lass nicht zu, dass der Mensch verloren geht, der mich aus dem Gefängnis des Fegefeuers befreit und mich früher als verdient in den Genuss deiner Herrlichkeit gebracht hat.‘“

Bild3Werden wir zu Werkzeugen der Barmherzigkeit

Opfern wir unsere Gebete, unsere Opfer und Mühen, unsere heiligen Messen, Kommunionen und Ablässe für sie auf. Denken wir dabei besonders an unsere verstorbenen Angehörigen, Wohltäter und Freunde. Aber vergessen wir auch die vielen Armen Seelen nicht, die keine haben, die ihrer gedenken, für die kein „Seelenlichtlein“ brennt.

Lindern wir durch unsere täglichen Gebete und Bußübungen ihre Qualen. Versetzen wir uns auch weiterhin oft in die Gemeinschaft dieser leidenden Seelen und laden wir sie ein, mit uns innerlich die heilige Messe zu feiern. Schenken wir ihnen durch den Rosenkranz die erquickenden Tropfen himmlischer Gnade. Und nehmen wir so oft wie möglich an der heiligen Eucharistie teil, die nach dem Konzil von Trient „den Verstorbenen so heilsam ist“.

Vereinen wir uns mit Maria – der Mutter, der Königin und der Trösterin der Armen Seelen – im großen Werk der Liebe und der Erlösung. Denn, wenn Maria so liebevoll, so mächtig und so barmherzig für die Seelen im Fegfeuer tätig ist, wie könnten wir uns dann ihrem Wirken nicht anschließen? Lasst uns mit ihr vereint für die Armen Seelen eintreten und ihnen geistliche Hilfe schenken. Und das nicht nur während des Monats November, sondern das ganze Jahr hindurch, jeden Tag! Maria ist die Mutter der Barmherzigkeit – lassen wir uns von Ihrem Beispiel anrühren und werden wir Werkzeuge der Barmherzigkeit.

 

Textquelle:
_m-i.info/de/allerseelen-ein-marienkind-kann-nicht-verloren-gehen/

https://www.marianisches.de/maria-der-trost-der-armen-seelen/

Bilder: KI-generiert

https://fsspx.de/de/news/allerseelen-6545

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