Vor 109 Jahren, am 16. Oktober 1917, gründete der heilige Maximilian Kolbe in Rom die Militia Immaculatae. Seit ihrer Wiedererrichtung in der traditionellen Observanz im Jahr 2000 ist sie von 50 Rittern in Warschau auf über 165.000 Mitglieder in mehr als 66 Ländern gewachsen – eine weltweite Ritterschaft im Dienst der Immaculata und zur Rettung der Seelen!
Alle Mitglieder der MI können an diesem Tag einen vollkommenen Ablass gewinnen (siehe Ablässe).
Ursprung der MI
1917, im Jahr der Oktoberrevolution und der Erscheinungen Unserer Lieben Frau in Fatima, feierte die Freimaurerei in Rom ihren 200. Geburtstag mit gotteslästerlichen Demonstrationen. Der junge Franziskaner Maximilian Maria Kolbe wurde dadurch tief erschüttert und erkannte die Notwendigkeit, der Macht des Bösen mit den Waffen des Himmels und insbesondere mit der Hilfe der Immaculata entgegenzutreten. Inspiriert von der Lehre der Kirche und den Wundern der Wundertätigen Medaille gründete er deshalb am 16. Oktober 1917 in Rom, drei Tage nach dem Sonnenwunder von Fatima, gemeinsam mit sechs Mitbrüdern die Militia Immaculatae – eine Ritterschaft im Dienst der Unbefleckten Jungfrau Maria. Mehr über die Gründung erfahren Sie unter Ursprung der MI.
Aus diesem kleinen Anfang wuchs unter dem heiligen Maximilian ein gewaltiges Apostolatswerk heran: Vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil zählte die MI nach eigenen Angaben mehr als drei Millionen Mitglieder und rund 500 Häuser auf fünf Kontinenten. Nach dem Konzil veränderte sie sich jedoch grundlegend, und in der traditionellen Welt blieb die ursprüngliche Form der Ritterschaft weitgehend unbekannt – bis sie im Jahr 2000 in ihrem ursprünglichen Geist wiedererrichtet wurde.
6. Mai 2000 – seit 26 Jahren Gnaden und Wachstum
Die Erfolgsgeschichte der Militia Immaculatae in der traditionellen Observanz
Am 6. Mai 2000 begann in Warschau etwas, das zunächst unscheinbar erscheinen musste: Rund 50 Gläubige wurden am ersten Samstag des Monats Mai als erste Ritter der Militia Immaculatae in ihrer traditionellen Observanz aufgenommen. Sie erhielten ein kleines Diplom, das dem von der Hand des heiligen Maximilian Kolbe verfassten und unterzeichneten Aufnahmediplom nachgebildet war. Was damals mit einer kleinen Schar begann, ist heute eine weltweit verbreitete marianische Ritterschaft mit mehr als 165.000 Mitgliedern.
Der Weg von diesen ersten 50 Rittern zu einer internationalen Bewegung mit mehr als 66 Ländern ist eine bemerkenswerte Geschichte.
Ein Neuanfang mit 50 Rittern
Die ursprüngliche Militia Immaculatae war 1917 vom heiligen Maximilian Kolbe gegründet worden und hatte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem gewaltigen Apostolatswerk entwickelt. Vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil zählte sie nach Angaben der MI mehr als drei Millionen Mitglieder und verfügte über rund 500 Häuser auf fünf Kontinenten.
Nach dem Konzil veränderte sich die MI jedoch grundlegend. In der traditionellen Welt blieb die ursprüngliche Form der Ritterschaft weitgehend unbekannt. Erst am 6. Mai 2000 wurde sie in Polen mit Zustimmung des Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Pius X. wieder in ihrem ursprünglichen Geist errichtet.
Die ersten 50 Ritter waren damit gewissermaßen der Keim einer neuen Entwicklung. Und dieser Keim begann zu wachsen.
Von Polen in die Welt
Zunächst breitete sich die MI nur langsam aus. 2002 schlossen sich die traditionellen Kapuziner von Morgon in Frankreich der MI an und gründeten sie dort. 2004 wurde sie in einigen Prioraten und Kapellen in den Vereinigten Staaten eingeführt, 2006 folgte die Schweiz.
Lange Zeit blieb die Bewegung jedoch auf einzelne Priester und engagierte Gläubige angewiesen. Einen entscheidenden Schritt brachte die zunehmende Verbreitung von Büchern, Broschüren, Rundbriefen und Internetseiten.
Dann setzte ein bemerkenswertes Wachstum ein:
2013 zählte die traditionelle MI etwa 5.000 Ritter.
Nur drei Jahre später waren es bereits 13.000. Die Zahl hatte sich damit innerhalb von drei Jahren mehr als verdoppelt.
Im September 2016 wurde die Zahl bereits mit rund 16.000 Mitgliedern angegeben. Zugleich hieß es, die MI habe inzwischen auf der ganzen Welt Fuß gefasst.
2016: Der Beginn einer internationalen Struktur
Das starke Wachstum führte zu einer Neuordnung. Im Jahr 2016 wurde Pater Karl Stehlin zum internationalen Direktor der MI ernannt. Damit sollten die bisher vielfach voneinander unabhängigen Initiativen in den verschiedenen Ländern stärker miteinander verbunden werden. Von diesem Zeitpunkt an nahm die internationale Ausbreitung noch einmal deutlich an Fahrt auf.
Bereits 2018 konnte Pater Stehlin berichten, dass die MI in 38 Ländern etabliert war. Besonders bemerkenswert war die Entwicklung auf den Philippinen: Dort waren innerhalb von nur neun Monaten durch die sogenannte „Mary’s Mission Tour” mehr als 50.000 Menschen in die MI aufgenommen worden.
Die Philippinen wurden damit zu einem der eindrucksvollsten Beispiele dafür, wie schnell sich die MI dort ausbreiten konnte, wo engagierte Ritter das Apostolat aufgriffen.
2020: Mehr als 120.000 Ritter
Nur zwei Jahre später war die Entwicklung nochmals gewaltig weitergegangen.
Die Ausgabe Nr. 20 des internationalen „Knight of the Immaculata” von 2020 berichtet von über 120.000 Mitgliedern. In derselben Ausgabe findet sich eine ausführliche geografische Aufstellung mit 62 Ländern bzw. Ländern und Gebieten, in denen die MI vertreten war.

Die Liste reicht von Kanada und den Vereinigten Staaten über zahlreiche Länder Mittel- und Südamerikas bis nach Europa, Afrika, Asien und Ozeanien.
In Europa wurden unter anderem Polen, Frankreich, Deutschland, Belgien, die Niederlande, Spanien, Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden, Dänemark, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Österreich, die Schweiz, Kroatien, Italien, Litauen, Lettland, Estland, Belarus, die Ukraine und Russland genannt. In Afrika waren Nigeria, Ghana, Gabun, Kenia und Südafrika vertreten. In Asien reichte die Aufstellung von China, Indien und Sri Lanka über Japan, Korea und die Philippinen bis nach Malaysia, Indonesien, Singapur, Thailand, Vietnam, in die Vereinigten Arabischen Emirate, den Libanon und Kuwait. Auch Australien, Neuseeland, Vanuatu, Fidschi und Neukaledonien wurden genannt.
Aus einer kleinen Gruppe von etwa 50 Gläubigen in Warschau war innerhalb von 20 Jahren eine Bewegung geworden, die auf allen Kontinenten vertreten war.
2025: 25 Jahre – über 165.000 Ritter in mehr als 66 Ländern
Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums veröffentlichte die MI 2025 eine Bilanz der vergangenen 25 Jahre. Darin heißt es, die traditionelle Observanz habe sich inzwischen auf über 66 Länder ausgebreitet und zähle mehr als 165.000 Ritter.
Damit hat sich die Zahl der Ritter seit dem 6. Mai 2000 von etwa 50 auf mehr als 165.000 erhöht. Das bedeutet: Die heutige Mitgliederzahl ist mehr als 3.300-mal so groß wie die Zahl der ersten Ritter im Jahr 2000.
Auch die geografische Entwicklung ist bemerkenswert:
2000: Polen
2018: 38 Länder
2020: 62 Länder
2025: über 66 Länder
Pater Karl Stehlin, der seit 2016 als internationaler Direktor die MI betreut, hat nach Angaben der Jubiläumsausgabe inzwischen selbst mehr als 30 Länder besucht, um dort die MI vorzustellen, Sakramente zu spenden, Vorträge zu halten und die Ritter im Apostolat zu stärken.
Die Philippinen – ein außergewöhnliches Wachstum
Besonders eindrucksvoll lässt sich die Entwicklung anhand der Philippinen verfolgen.
Die MI wurde dort erst 2015 gegründet. Im Januar 2020 wurden bereits 52.000 Ritter gezählt. Allein während der „Mary’s Mission Tour” wurden etwa 50.000 Menschen in die MI aufgenommen und mehr als 98.000 Skapuliere verteilt.
Die philippinische MI hatte zu diesem Zeitpunkt außerdem bereits 15 sogenannte MI-Corners – Orte, an denen Literatur, Medaillen und weiteres Apostolatsmaterial angeboten wurden.
Dieses Beispiel zeigt zugleich, dass die Erfolgsgeschichte der MI nicht allein eine Geschichte steigender Mitgliederzahlen ist. Hinter den Zahlen stehen Gebet, Weihe, Apostolat, Verbreitung katholischer Literatur und die Weitergabe der Wundertätigen Medaille.
Das Apostolat wächst mit

Auch das materielle Apostolat entwickelte sich international.
Im Jahr 2020 berichtete die MI von 1,5 Millionen verteilten Wundertätigen Medaillen in 55 Ländern.
Die Veröffentlichungen wurden ebenfalls immer internationaler. 2020 erschienen MI-Zeitschriften in fünf Sprachen; Flugblätter standen in zwölf Sprachen zur Verfügung, und Bücher wurden in sieben Sprachen veröffentlicht.
Damit setzte die MI bewusst ein Apostolatsprinzip fort, das bereits den heiligen Maximilian geprägt hatte: die katholische Wahrheit mit den jeweils verfügbaren modernen Mitteln zu verbreiten.
Alles für die Immaculata
Die Zahlen allein können natürlich nicht messen, was das eigentliche Ziel der Militia Immaculatae ist. Die MI will nicht in erster Linie möglichst viele Namen in einem Mitgliederverzeichnis sammeln. Ihr Ziel ist die Bekehrung und Heiligung der Seelen durch die Immaculata.
Doch die Zahlen zeigen, dass die Botschaft des heiligen Maximilian auch ein Jahrhundert nach der Gründung und 26 Jahre nach der Wiedererrichtung der traditionellen Observanz Menschen auf allen Kontinenten erreicht.
Was am 6. Mai 2000 mit etwa 50 Rittern begann, ist zu einer internationalen Ritterschaft geworden. Aus einer kleinen Gruppe in Warschau wurde eine Bewegung mit mehr als 165.000 Mitgliedern in über 66 Ländern.
Der Blick auf diese Entwicklung darf deshalb vor allem zu einem führen: zur Dankbarkeit gegenüber der Immaculata.
Denn die MI selbst erinnert ihre Ritter immer wieder daran, dass es letztlich nicht um menschliche Leistung geht, sondern um SIE.
So bleibt auch nach 26 Jahren das Programm des heiligen Maximilian dasselbe:
Alles für die Immaculata – und durch die Immaculata für Christus und zur Rettung der Seelen.
Textquelle:
Militia Immaculatae, Über uns; Die MI nach dem Konzil; Wesen und Struktur der MI; Die Ritter; Ritter der Immaculata, 1. Jahrgang, Nr. 3/2016; internationale MI-Veröffentlichungen und Rundbriefe, insbesondere die Ausgaben zur Mitgliederentwicklung und zum Apostolat in den Jahren 2018, 2020 und 2025. Sämtliche Quellen: www.m-i.info.





