2. Februar 2026 – Fest unserer Lieben Frau vom Guten Erfolg

2. Februar 2026 – Fest unserer Lieben Frau vom Guten Erfolg

Eine marianische Botschaft für unsere Zeit:
Schon vor Jahrhunderten warnte die Allerseligste Jungfrau Maria vor Kirchenkrise, moralischem Verfall und innerer Zersetzung – und versprach zugleich ihren endgültigen Sieg.

Warum diese anerkannte Andacht heute so aktuell ist und Maria als „Stern für die Schiffbrüchigen“ Hoffnung schenkt. Ein Ruf zur Umkehr, Wachsamkeit und zum Vertrauen auf ihre Fürsprache.

Am 2. Februar, dem Fest der Darstellung des Herrn (Maria Lichtmess), gedenkt die Kirche auch Unserer Lieben Frau vom Guten Erfolg. Diese wenig bekannte marianische Andacht führt uns in das Herz mütterlicher Barmherzigkeit – und zugleich in die ernste Verantwortung unserer Zeit.

Ihr Ursprung liegt in den Erscheinungen der allerseligsten Jungfrau Maria an Mutter Mariana de Jesús Torres y Berriochoa, Priorin des Franziskanerinnenklosters der Unbefleckten Empfängnis in Quito (Ecuador). Zwischen 1582 und 1634 offenbarte sich Maria dieser treuen Ordensfrau als Mutter voller Güte und Liebe, aber auch als Hüterin der göttlichen Ordnung, die für ihre Kinder eintritt, um Gnade, Umkehr und Vergebung zu erlangen. Am 16. Januar 1599 äußerte sie den Wunsch ihres Sohnes, dass eine Statue nach ihrem Bild angefertigt werden solle, mit dem Jesuskind im linken Arm. Die Gottesmutter selbst bestimmte den Bildhauer Francisco de la Cruz. Nach dessen Zeugnis wurde die Statue von Erzengeln und dem heiligen Franz von Assisi vollendet, bevor Maria selbst in sie eintrat.

Während der Erscheinung gab die Gottesmutter auch dieses tröstende Versprechen für alle Bedrängten: „Wenn die Trübsale des Geistes und die Leiden des Körpers bedrücken und die Menschen das Gefühl haben, in einem bodenlosen Meer zu ertrinken, sollen sie mein heiliges Bild betrachten, das für sie ein Stern für die Schiffbrüchigen sein wird. Ich werde immer da sein, bereit, ihre Klagen zu hören und ihre Tränen zu trocknen. Sage ihnen, dass sie sich immer mit Glauben und Liebe an ihre Mutter wenden sollen…“.

Erschreckende Prophezeiungennotre dame du bon succes quito

Neben diesen Zusagen kündigte Maria jedoch auch schwere Zeiten an. In mehreren Offenbarungen, besonders in den Jahren 1610 und 1611, warnte sie vor einer tiefgreifenden Krise der Kirche und einem weltweiten moralischen Verfall, der vor allem im 19. und 20. Jahrhundert auftreten werde. Sie sprach von einer fast vollständigen Korruption der Sitten und davon, dass Satan durch die Freimaurerei großen Einfluss gewinnen werde.

Die Kirche werde in dieser dunklen Nacht schwer leiden, da es an Hirten fehle, die sie mit väterlicher Liebe, Weisheit und Stärke führen. Viele Priester würden ihren geistlichen Eifer verlieren und ihre eigenen Seelen in Gefahr bringen. Maria warnte vor Angriffen auf das Sakrament der Ehe, vor weltlicher Erziehung, dem Rückgang von Priester- und Ordensberufungen, der Verachtung des Weihesakraments sowie vor der Verfolgung und moralischen Verderbnis vieler Geistlicher.

Die Erfüllung der Prophezeiungen: Die „Alta Vendita“

Im 19. Jahrhundert tauchte ein Dokument auf, das als Bestätigung dieser Warnungen gesehen werden kann: die „Ständige Anweisung der Alta Vendita“. Dieses geheime Schriftstück stammt von der höchsten Loge der Carbonari, einer italienischen Geheimgesellschaft mit engen Verbindungen zur Freimaurerei, die von der Kirche verurteilt wurde. Das Dokument beschreibt einen langfristigen Plan zur Unterwanderung der katholischen Kirche. Da eine direkte Zerstörung der Kirche nicht möglich sei, solle ihr Einfluss von innen heraus geschwächt werden. Ziel sei es, die Kirche als Instrument von „Erneuerung“, „Fortschritt“ und „Aufklärung“ zu benutzen, um freimaurerische Prinzipien zu verbreiten. Die Strategie war langfristig angelegt. Die Verfasser wussten, dass sie selbst die Umsetzung nicht erleben würden. Liberal geprägte Ideen sollten schrittweise in Gesellschaft, Bildungseinrichtungen, Seminare und kirchliche Strukturen eingesät werden. Laien, Kleriker und schließlich auch Bischöfe sollten allmählich von modernen, revolutionären Denkweisen durchdrungen werden. Im Laufe der Zeit, so der Plan, würden Priester geweiht, Bischöfe konsekriert und Kardinäle ernannt, deren Denken im Einklang mit den Prinzipien von 1789 stehe, etwa Religionsgleichheit, Trennung von Kirche und Staat und religiöser Pluralismus. Aus diesen Reihen könne schließlich ein Papst hervorgehen, der – ohne selbst Freimaurer zu sein – die Kirche in Richtung „Aufklärung“ und „Erneuerung“ führe. Das erklärte Ziel war nicht die offene Abkehr vom katholischen Glauben, sondern die Verschmelzung liberaler Ideen mit der Kirche, sodass Klerus und Gläubige überzeugt wären, weiterhin der Tradition treu zu sein, während sie in Wirklichkeit den Idealen der Revolution folgten.

Die Reaktion der Päpste

Die Geheimakten der Alta Vendita gelangten im 19. Jahrhundert in die Hände von Papst Gregor XVI., der ihre Veröffentlichung anordnete, um die Gläubigen zu warnen. Auch seine Nachfolger, insbesondere Papst Leo XIII., verurteilten mit großer Klarheit die Pläne der Geheimgesellschaften. Erzbischof Marcel Lefebvre betonte später die Hellsichtigkeit der Päpste, die diese Gefahr früh erkannten. Er beklagte, dass staatliche Autoritäten die Warnungen ignorierten und dass der freimaurerische Einfluss immer weiter zunahm – schließlich sogar innerhalb kirchlicher Kreise. Diese Entwicklung verursache eine tiefe geistliche Angst angesichts der zunehmenden Verwirrung in Kirche und Welt, schreibt Erzbischof Levebvre weiter[1].

Bild1Hoffnung durch Unsere Liebe Frau vom Guten Erfolg

Trotz aller düsteren Vorhersagen ließ Maria die Gläubigen nicht ohne Hoffnung. Sie versprach ihren endgültigen Sieg über Satan und kündigte an, zur von Gott bestimmten Stunde dessen Stolz zu zerschlagen, ihn zu fesseln und Kirche wie Welt von seiner Tyrannei zu befreien.

Zugleich rief sie zu Gebet, Opfer und guten Werken auf, um die Dauer der Leiden zu verkürzen. Besonders betonte sie, dass im 20. Jahrhundert die Verehrung Unserer Lieben Frau vom Guten Erfolg eine Quelle zahlreicher geistlicher und zeitlicher Wunder sein werde. Gott habe diese Andacht für eine Zeit reserviert, in der der moralische Verfall nahezu allgemein sei und die Flamme des Glaubens zu erlöschen drohe.

Die Erscheinungen, Botschaften und das Wunder der Statue wurden kirchlich geprüft und anerkannt. Der Bischof von Quito bestätigte ihre Echtheit, und über Jahrhunderte blieb diese Andacht in Ecuador lebendig. Am 2. Februar 1991 wurde die Statue mit Zustimmung des Heiligen Stuhls feierlich zur Königin von Quito gekrönt.

So steht die Andacht Unserer Lieben Frau vom Guten Erfolg zugleich als ernste Warnung und als Quelle tiefer Hoffnung: als Ruf zur Umkehr, zum Opfer und zum Vertrauen auf die mütterliche Fürsprache Mariens, die auch in den dunkelsten Zeiten als Königin der Siege und Mutter des guten Erfolgs gegenwärtig bleibt.

Folgen wir der Führung Unserer Lieben Frau vom Guten Erfolg, um unsere Feinde zu besiegen und eine große Belohnung im Himmel zu erlangen. Der tägliche Rosenkranz wird sowohl unsere Schule als auch unsere Waffe sein. Ave Maria!

Unsere Liebe Frau vom Guten Erfolg, bitte für uns!

 

Textquellen:

Erzbischof Marcel Lefebvre „Sie haben ihn entthront – Vom Liberalismus zur Apostasie – die Tragödie des Konzils“, 2. Auflage, 2012,

https://fsspx.at/de/news/alta-vendita-echtheit-der-alta-vendita-dokumente-17894

Unsere Liebe Frau vom guten Erfolg – vor 400 Jahren Kirchenkrise prophezeit

https://fsspx.ch/de/news/erzbischof-marcel-lefebvre-liberalismus-und-freimauerei-30067

https://fsspx.news/de/news/unsere-liebe-frau-vom-guten-erfolg-25683

 

Bild:

https://fsspx.news/de/news/unsere-liebe-frau-vom-guten-erfolg-25683

 

[1] Erzbischof Marcel Lefebvre „Sie haben ihn entthront – Vom Liberalismus zur Apostasie – die Tragödie des Konzils“, 2. Auflage, 2012, S. 151f

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