„Ich wähle alle beide.“ So antwortete Maximilian Kolbe der Muttergottes, als sie ihm in einer Vision den Kranz der Reinheit und den des Martyriums anbot.
Am heutigen Tag, dem Geburtstag unseres ehrwürdigen Gründers, schauen wir voller Dankbarkeit auf sein ganz der Immaculata geweihtes Leben (je nach Quelle ist sein Geburtstag auch am 8. Januar).
1894 erblickte Raymund Kolbe als Sohn armer Eltern im damals russisch besetzten Polen das Licht der Welt. 1941 starb er als Märtyrer der Nächstenliebe im Hungerbunker des Konzentrationslagers Auschwitz – anstelle eines Familienvaters, für den er freiwillig sein Leben hingab.
Raymund, ein hübscher und unternehmungslustiger Junge, wuchs in einfachen Verhältnissen auf und unterschied sich bis zu seinem zwölften Lebensjahr kaum von anderen Kindern. Doch nach einer tief bewegenden Erscheinung der Gottesmutter entschloss er sich, ein Leben der Reinheit zu führen und – wenn Gott es wolle – auch das Martyrium anzunehmen.
Mit 18 Jahren wurde er als junger Seminarist nach Rom geschickt, wo er an der päpstlichen theologischen Fakultät studierte. 1917 gründete er dort die Militia Immaculatae (MI). Anlass war eine freimaurerische Kundgebung auf dem Petersplatz, die ihn zutiefst erschütterte. Kolbe wollte der Immaculata eine Armee von Aposteln schenken, die durch Gebet, Opfer und apostolisches Wirken Seelen zu Christus führen.
1918 empfing er die Priesterweihe, 1919 kehrte er nach Polen zurück. Sein einziges Ziel war das Seelenheil der Menschen durch Maria, und diesem Ideal widmete er all seine Kräfte.
Im Januar 1922 gründete Pater Kolbe die monatliche Zeitsc
hrift „Ritter der Immaculata“, die sich besonders an Jugendliche richtete. Trotz vieler Hindernisse wollte er nichts anderes, als den Menschen die Liebe und Verehrung der himmlischen Mutter ans Herz zu legen. Keine Mühe war ihm zu groß – selbst modernste Druckmaschinen wurden angeschafft, damit das „Ritter“-Heft in immer höheren Auflagen erscheinen konnte. Bald erreichte die Zeitschrift Hunderttausende von Menschen.
1927 gründete er das Franziskanerkloster Niepokalanów bei Warschau. Es wurde zu einem der größten Klöster der Welt und zu einem bedeutenden religiösen Verlagszentrum. Zwei Jahre später entstand dort auch ein Priesterseminar.
Besonders bemerkenswert sind seine Missionsreisen nach Japan (1930–1936). In Nagasaki gründete er ein Kloster und verbreitete auch dort den „Ritter der Immaculata“. Das Kloster überstand später sogar die Atombombe, da Kolbe es – gegen alle Ratschläge – an einer geschützten Stelle errichten ließ. Bis heute ist es ein wichtiger katholischer Ort in Japan.
1941 wurde Pater Maximilian von der Gestapo verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Dort setzte er sein priesterliches Wirken im Geheimen fort: er tröstete, hörte Beichte, betete mit den Gefangenen und schenkte Hoffnung. Als ein Mithäftling zur Hinrichtung bestimmt wurde, trat Kolbe vor und bot sein eigenes Leben an. Nach zwei Wochen im Hungerbunker wurde er am 14. August 1941 durch eine Giftspritze getötet – am Vorabend des Festes der Aufnahme Mariens in den Himmel.
Sein Leben bleibt ein leuchtendes Zeugnis dafür, was es bedeutet, ganz der Immaculata zu gehören.
Jetzt das Buch bestellen
Sein Leben bleibt ein leuchtendes Zeugnis dafür, was es bedeutet, ganz der Immaculata zu gehören – mit einem Herzen, das für Gott und die Seelen brennt. Wer den Geist des hl. Maximilian Kolbe tiefer verstehen möchte, findet in der Neuauflage des Buches „Die Immaculata – unser Ideal“ eine wertvolle Quelle. Es zeigt nicht nur die Wurzeln und das Ideal der Militia Immaculatae, sondern gibt auch praktische Impulse für ein marianisches Leben in unserer Zeit. Hinweis für Deutschland: Demnächst auch beim Sarto-Verlag erhältlich.
Die Immaculata – unser Ideal | Militia Immaculatae
Videos über sein Leben
Nachstehend Videos über sein Leben, die wir produziert haben:
Text-Quellen: Der heilige Pater Maximilian Kolbe von Maria Winowska
Bilder: Archiv MI




