19.08.2026 – Die vierte Erscheinung in Fatima

19.08.2026 – Die vierte Erscheinung in Fatima

13. August 1917 –  die Kinder von Fatima sind nicht in der Cova da Iria.Fatima children with rosaries

Gefangen und unter Druck gesetzt, können sie der Einladung der Muttergottes nicht folgen. Doch Maria lässt ihre Kinder nicht allein und erscheint ihnen wenige Tage später an einem anderen Ort.

Die verhinderte Erscheinung am 13. August

Maria hatte die Seherkinder gebeten, für die Erscheinungen immer am 13. des Monats in die Cova da Iria zu kommen. Doch da die Kinder vom Bürgermeister von Vila Nova de Ourém entführt und ins Gefängnis gesteckt wurden, konnten sie dieser Bitte im August 1917 nicht nachkommen. Der Bürgermeister wollte den Kindern das Geheimnis der Erscheinung vom 13. Juli entlocken. Sie mussten Furchtbares ausstehen, denn er drohte ihnen damit, sie in siedendes Öl zu werfen, sollten sie ihm nichts verraten. Trotz ihrer großen Angst blieben die Kinder der Muttergottes gehorsam und erzählten niemandem etwas vom dritten Geheimnis.[1]

Am 13. August nahmen die anwesenden Gläubigen in der Cova da Iria dennoch die gewohnten Anzeichen für eine Erscheinung wahr: Ein Donnern, auf das ein Blitz folgte. Die Anwesenden sahen eine kleine weiße Wolke, die einige Minuten über der Steineiche schwebte. Die Gesichter der Zuschauer, ihre Kleidung, die Bäume und der Boden leuchteten in den verschiedensten Farben.[2]

Die Muttergottes war also gewiss erschienen, konnte aber die armen, eingesperrten Seherkinder nicht finden! Maria erschien den Kindern stattdessen am Nachmittag des 19. August im Tal Valinhos beim Hüten der Schafe.[3]

Der Inhalt der Botschaft vom 19. August

Monumento a Nossa Senhora Cabeco dos Valinhos Fatima 15Am 19. August um die Mittagszeit hielten sich Lucia gemeinsam mit Francisco und ihrem Cousin Johannes in Valinhos auf, als sich die Erscheinung der Muttergottes ankündigte. Plötzlich wurde es kühler und die Sonneneinstrahlung ließ nach. Lucia spürte die übernatürliche Atmosphäre und ahnte, dass die Muttergottes erscheinen würde. Schnell bat Lucia Johannes, ihre Cousine Jacinta herbeizurufen. Johannes wollte zunächst gar nicht gehen, doch als Lucia ihm ein wenig Geld dafür anbot, lief er los. Jacinta traf rechtzeitig ein und die Kinder sahen die Jungfrau Maria über einer Steineiche, ganz so wie sonst auch in der Cova da Iria.[4]

Lucia fragte Maria zunächst respektvoll, was sie sich von den Kindern wünscht. Die Muttergottes bat die Kinder, auch weiterhin jeweils am 13. des Monats in die Cova da Iria zu kommen, und forderte sie erneut zum täglichen Rosenkranzgebet und Opfer­bringen für die Sünder auf. Anschließend kündigte Maria ein großes Wunder für den Monat Oktober an, damit die Menschen an die Erscheinungen glauben. Dabei wurde das Gesicht der Muttergottes ernst. Hätte man die Kinder nicht nach Ourém gebracht, dann wäre das Wunder im Oktober noch größer, meinte sie.[5]

Lucia fragte die Muttergottes auch, was denn mit dem Geld geschehen solle, das die Gläubigen in der Cova da Iria hinterlassen hatten. Maria wünschte sich, dass Gegenstände für Prozessionen besorgt würden, wie sie bei den Feierlichkeiten zu Ehren von Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz nötig sind. Das übrige Geld sollte für die Errichtung einer Kapelle verwendet werden – und so geschah es dann auch.[6]

Schließlich bat Lucia um die Heilung einiger kranker Menschen. „Ja, ich werde einige in diesem Jahr heilen“, antwortete Maria. Die Muttergottes erneuerte ihren Wunsch nach Gebet und Opfer sehr ernst und eindringlich. Traurig sagte sie: „Betet, betet viel und bringt Opfer für die Sünder, denn es gibt viele Seelen, die in die Hölle kommen, weil keiner für sie betet und opfert.“ Wie sonst bei den anderen Erscheinungen üblich, verschwand Maria Richtung Osten. Die Seherkinder schnitten Zweige von der Eiche ab, die einen wunderbaren Duft verströmten, und nahmen sie mit nach Hause.[7]

Monumento a Nossa Senhora Cabeco dos Valinhos Fatima 08Mariens Bitte an ihre Kinder

Die Erscheinung vom 19. August zeigt uns erneut das mütterliche Herz Mariens. Trotz aller menschlichen Hindernisse findet sie ihre Kinder und führt sie weiter auf dem Weg, den sie ihnen bereits in den vorherigen Erscheinungen gezeigt hatte.

Ihre Bitte ist dabei einfach und zugleich ernst: Gebet und Opfer für die Sünder. Wie viele Seelen gerettet werden können, wenn Menschen bereit sind, für sie zu beten und Opfer zu bringen, bleibt ein Geheimnis der göttlichen Gnade. Doch die Worte der Muttergottes lassen keinen Zweifel daran, wie dringend diese Aufgabe ist.

Möge uns deshalb ihre eindringliche Mahnung immer wieder begleiten: Beten wir viel und bringen wir Opfer für die armen Sünder – besonders für jene Seelen, für die niemand betet.

 

Quellen:

 

Bilder:

  • Statue der Muttergottes am vierten Ort der Erscheinungen, Cabeço dos Valinhos, Fátima, CC BY-SA 4.0, by Reis Quarteu, via wikimedia commons
  • Titelbild – Die Seherkinder mit Rosenkränzen, unbekannter Autor, gemeinfrei, via wikimedia commons
  • Statue der Muttergottes am vierten Ort der Erscheinungen, Nahansicht, Cabeço dos Valinhos, Fátima, CC BY-SA 4.0, by Reis Quarteu, via wikimedia commons

 

 

[1] https://www.livefatima.io/the-fourth-apparition-of-our-lady-august-19-1917/#:~:text=August%2019%2C%201917-,The%20Fourth%20Apparition%20of%20Our%20Lady%20%E2%80%93%20August%2019%2C%201917,the%20apparition%20of%20July%2013, letzter Aufruf am 10.08.2026.

[2] Ebenda.

[3] Ebenda.

[4] https://fatima-bewegt.de/index.php/botschaft/ereignisse/20-erscheinung-der-muttergottes-13-mai-1920, letzter Aufruf am 10.08.2026.

[5] https://www.livefatima.io/the-fourth-apparition-of-our-lady-august-19-1917/#:~:text=August%2019%2C%201917-,The%20Fourth%20Apparition%20of%20Our%20Lady%20%E2%80%93%20August%2019%2C%201917,the%20apparition%20of%20July%2013, letzter Aufruf am 10.08.2026.

[6] Ebenda.

[7] Ebenda.

Drucke diesen Beitrag