
Im Heiligen Jahr 2025, das von der Kirche als Zeit der besonderen Gnade und geistlichen Erneuerung ausgerufen wurde, versammelten sich vom 19. bis 21. August rund 8’000 Pilger aus 44 Nationen zur großen Wallfahrt der Priesterbruderschaft St. Pius X. in der Ewigen Stadt Rom. Unter ihnen: 680 Priester, Ordensleute und Schwestern – ein beeindruckendes Zeugnis der weltweiten Verbundenheit mit der heiligen Mutter Kirche.
Hinweis: Sofern es zeitlich möglich ist, werden wir in den nächsten Tagen noch ein Kurzvideo veröffentlichen.
Auch die Militia Immaculatae (MI) war mit zahlreichen Mitgliedern aus aller Welt anwesend. Als Ritter Mariens folgten sie dem Ruf der Immaculata, um in Rom ihre Weihe zu erneuern und durch die Heiligen Pforten zu schreiten.
„Wer sich der Immaculata weiht, wird Werkzeug in ihren Händen – für die Rettung der Seelen und zur Ehre der Kirche.“– (hl. Maximilian Kolbe)
Offizielle Prozessionen der Wallfahrt
Dienstag, 20. August – Prozession zur Santa Maria Maggiore
Die feierliche Prozession führte von Santa Croce in Gerusalemme zur ehrwürdigen Basilika Santa Maria Maggiore, wo die Pilger die Heilige Tür durchschritten. Angeführt wurde die Prozession von Bischof Bernard Fellay, der das Kreuz trug. Rund 7200 Gläubige nahmen teil und sprachen gemeinsam die Jubiläumsgebete.
Mittwoch, 21. August – Haupttag der Wallfahrt
Der Tag begann mit einem gesungenen Hochamt am Colle Oppio, zelebriert von Pater Davide Pagliarani, dem Generaloberen der Priesterbruderschaft. Anschließend zog die große Prozession durch die Straßen Roms zur Lateranbasilika, der ranghöchsten Kirche der Welt – der Kathedrale des Papstes und Mutter aller Kirchen.
Angeführt vom Kreuz folgten die Seminaristen, Priester, die Bischöfe Bernard Fellay und Alfonso de Galarreta, Ordensschwestern, Dominikanerinnen, die Marienritter vom Kostbaren Blut, der Kinderkreuzzug, Pfadfinder und tausende Gläubige. Die Banner und Flaggen der MI waren weithin sichtbar – ein Zeichen der marianischen Treue.
Während der Prozession wurden der Rosenkranz, die Allerheiligenlitanei und traditionelle Gesänge angestimmt. In der Lateranbasilika wurde das Credo auf Latein gesungen. Die Gläubigen zogen durch das Innere der Basilika – vorbei am Baldachin mit den Reliquien der Apostel Petrus und Paulus – und verließen sie durch die gegenüberliegende Seite.

Kurz nach der Prozession versammelten sich mehrere hundert MI-Mitglieder aus der ganzen Welt beim Denkmal des hl. Franz von Assisi zur feierlichen Weiheerneuerung an die Immaculata – in der universellen Sprache der Kirche: Latein. Pater Stehlin sprach seinen tief empfundenen Dank aus für 25 Jahre Militia Immaculatae im traditionellen Geist, wie ihn der heilige Maximilian Kolbe der Bewegung bei ihrer Gründung am 16. Oktober 1917 in Rom verliehen hat. In Treue zu diesem Ursprung wollen wir auch heute die Unbefleckte Jungfrau Maria inständig bitten, dass sie weiterhin viele Ritter berufe, die sich mutig in diesen geistigen Kampf stellen – und dass sie durch ihre mütterliche Fürsprache zahlreiche Seelen zur Wahrheit und zum Glauben führen möge, damit so viele Seelen gerettet werden.
Donnerstag, 21. August – Abschluss im Petersdom
Am letzten Tag der Wallfahrt führte Pater Pagliarani die Prozession von der Engelsburg zum Petersdom, wo erneut das Credo erklang – gesungen von 8000 Stimmen, erfüllt von Glauben und Liebe zur Kirche. Ein würdiger Abschluss einer tief bewegenden Pilgerreise.
Es wurde einmal mehr damit klar, was der Gründer der Priesterbruderschaft St. Pius X. betonte: „Wir hängen mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele am katholischen Rom, der Hüterin des katholischen Glaubens und der für seine Bewahrung notwendigen Tradition.“ – (Erzbischof Marcel Lefebvre)
Weitere Programmpunkte
Auch außerhalb des offiziellen Hauptprogramms bot Rom zahlreiche Möglichkeiten zur geistlichen Vertiefung und zur Besichtigung der großen Basiliken und Kirchen der Ewigen Stadt. Am Freitag fand ein besonderes MI-Programm unter der Leitung von Pater Karl Stehlin und Pater Pfeiffer statt. Um 9 Uhr versammelten sich die Teilnehmer vor Santa Maria Maggiore, wo Kopfhörer verteilt und eine geistliche Einführung gegeben wurde. Anschließend zogen vier Gruppen – nach Sprachregionen getrennt – in Prozession zur Kirche Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe, wo ein stilles Gebet gehalten wurde. Es folgte der Gang zur Scala Santa, die in ehrfürchtiger Stille auf den Knien bestiegen wurde. Danach verweilten die Gruppen zum Gebet in der Lateranbasilika, bevor sie zur Santa Croce in Gerusalemme weiterzogen, wo die Wallfahrt mit Schlussgebeten und einem gemeinsamen Foto ihren Abschluss fand.

Parallel dazu wurden je nach Distrikt und Reisegruppe alternative Programme angeboten. So führte der deutsche Distrikt an diesem Tag die traditionelle Sieben-Kirchen-Wallfahrt durch – ca. 25 km zu Fuss zu den bedeutendsten Pilgerstätten Roms, ganz im Sinne der alten römischen Tradition.
Ein Zeugnis der Treue zur Kirche
Diese Wallfahrt war ein lebendiges Zeugnis der Treue zur Kirche, zur Tradition und zur Unbefleckten Jungfrau Maria. Die Militia Immaculatae bleibt ihrem Auftrag treu: Ganz der Immaculata – ganz der Kirche.
Fotos
Foto-Quellen: laportelatine.org / fsspx.ch / Militia Immaculatae
Dienstag: Von Santa Croce in Gerusalemme zur Basilika Santa Maria Maggiore
Mittwoch, 21. August – Hochamt Colle Oppio, Prozession zur Lateranbasilika
Anschliessend MI-Treffen und Erneuerung der Weihe an die Immaculata
Donnerstag, 21. August – von der Engelsburg zum Petersdom



















































































































































