06.06.2026 – Herz-Maria-Sühnesamstag

06.06.2026 – Herz-Maria-Sühnesamstag

Herz Maria SuehnesamstagUm die Herz-Mariä-Sühnesamstage zu begehen, müssen bestimmte Forderungen erfüllt werden. Zum heutigen Sühnesamstag setzen wir unsere vierteilige Reihe über diese Pflichten fort:

  1. Beichte,
  2. Kommunion,
  3. Rosenkranz und
  4. Betrachtung der Rosenkranzgeheimnisse.

Heute im Fokus: der heilige Rosenkranz – Der Rosenkranz ist kein gewöhnliches Gebet. Er ist ein Geschenk des Himmels für die letzten Zeiten – ein Schutzschild gegen Irrtum, Verzweiflung und Glaubensverlust.

Der heilige Rosenkranz – Waffe des Himmels in einer Zeit der Verwirrung

Ein Wunder aus den Felsen Kolumbiens

Screenshot 2Im Jahr 1754 ereignete sich in Kolumbien etwas, das bis heute selbst Wissenschaftler vor ein Rätsel stellt. In einer wilden Schlucht nahe dem heutigen Heiligtum von Las Lajas erschien auf geheimnisvolle Weise ein Bild der seligsten Jungfrau Maria direkt in einem Felsen. Dieses Bild ist heute bekannt als „Unsere Liebe Frau von Las Lajas“ – die Muttergottes von den Felsen.

Die Geschichte beginnt mit einer einfachen Frau namens María Mueses de Quiñones und ihrer taubstummen Tochter Rosa. Eines Tages befanden sich beide auf dem Heimweg durch eine gefährliche felsige Gegend, als plötzlich ein schwerer Sturm aufzog. Sie suchten Schutz in einer Felsspalte der Schlucht. Die kleine Rosa, die niemals gesprochen hatte, rief plötzlich aus, sie sehe eine wunderschöne Frau, die sie zu sich rufe. María selbst konnte nichts sehen, doch sie erschrak und staunte zutiefst, denn ihre Tochter sprach zum ersten Mal. Einige Tage später verschwand Rosa plötzlich aus dem Dorf. Von innerer Unruhe getrieben kehrte ihre Mutter in die Schlucht zurück – und fand ihr Kind friedlich spielend mit einem kleinen Knaben, während eine majestätische Frau danebenstand. María erkannte: Es war die allerseligste Jungfrau Maria mit dem Jesuskind. Die beiden bewahrten dieses Geheimnis zunächst in ihren Herzen, kehrten jedoch immer wieder an diesen Ort zurück, um zu beten und die Fürsprache der Gottesmutter zu erflehen. Doch bald traf die Familie ein schwerer Schlag. Rosa wurde krank und starb. In ihrer Verzweiflung trug María ihre tote Tochter erneut zu den Felsen und flehte die Mutter Gottes an, bei ihrem göttlichen Sohn Fürsprache einzulegen. Und erneut geschah ein Wunder.

Rosa erwachte zum Leben.

Als die Dorfbewohner davon erfuhren, begleiteten sie María und Rosa zu der Schlucht. Dort entdeckten sie plötzlich ein wunderschönes Bild der Muttergottes auf dem Felsen selbst. Niemand wusste, woher es kam. Niemand hatte es gemalt. Bis heute bleibt dieses Bild wissenschaftlich unerklärlich. Geologen untersuchten den Felsen und stellten fest: Es gibt keinerlei Farbe, keine Pigmente und keine menschlichen Spuren eines Gemäldes. Die Farben des Bildes sind Teil des Gesteins selbst und reichen mehrere Meter tief in den Felsen hinein. Das Bild ist nicht auf den Stein gemalt – es ist im Stein.

Noch erstaunlicher ist die Darstellung selbst: Die Muttergottes überreicht dem heiligen Dominikus den Rosenkranz, während das Jesuskind dem heiligen Franziskus von Assisi das Zingulum reicht.

Wie ein himmlisches Siegel bestätigt dieses Wunder den Ursprung und die Bedeutung des heiligen Rosenkranzes.

Der Rosenkranz – ein Geschenk des Himmels

Der heilige Maximilian Kolbe sagte einst: „Die ganze katholische Welt empfing begeistert den heiligen Rosenkranz und unzählige Gnaden und Bekehrungswunder bezeugen seinen übernatürlichen Ursprung.“

Tatsächlich ist der Rosenkranz nicht einfach eine menschliche Gebetsform. Die katholische Überlieferung lehrt, dass die Gottesmutter selbst ihn dem heiligen Dominikus schenkte.

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts litt die Kirche schwer unter der Irrlehre der Albigenser. Diese Sekte leugnete wesentliche Wahrheiten des christlichen Glaubens, insbesondere die Geheimnisse des Lebens, Leidens und der Auferstehung Jesu Christi. Der heilige Dominikus predigte mit großem Eifer gegen diese Irrtümer, doch seine Mühen schienen wenig Frucht zu bringen. Er zog sich schließlich in einen Wald in Südfrankreich zurück, fastete und flehte Gott um Hilfe an. Da erschien ihm die Königin des Himmels.

Screenshot 1 e1780512889377Maria erklärte ihm, dass seine Predigt zwar gut sei, aber der Boden der Herzen erst durch göttliche Gnade vorbereitet werden müsse. Dann offenbarte sie ihm die Waffe, mit der die Irrtümer überwunden werden sollten: „Lieber Dominikus, weißt du, welche Waffe die heiligste Dreifaltigkeit einsetzen will, um die Welt zu reformieren? … Predige meinen Psalter.“

Mit diesem „Psalter“ meinte die Gottesmutter das Ave Maria. Bereits zuvor hatten fromme Mönche eine einfache Gebetsform entwickelt, bei der 150 Ave Maria gebetet wurden – als geistlicher Ersatz für die 150 Psalmen Davids. Doch diese Gebetsweise war noch nicht mit den Geheimnissen des Lebens Jesu verbunden. Maria selbst gab nun dem Rosenkranz seine endgültige Form. Sie lehrte den heiligen Dominikus, die Ave Maria mit der Betrachtung der freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Geheimnisse zu verbinden. So entstand der Rosenkranz, wie wir ihn heute kennen: ein betrachtendes Gebet, das uns tief in das Leben Christi hineinführt.

Der Rosenkranz wurde dadurch zu einer mächtigen geistlichen Waffe gegen Irrtum, Häresie und Sünde.

Warum heißt er „Rosenkranz“?

Der Name „Rosenkranz“ stammt aus einer alten geistlichen Vorstellung der Kirche. Jede gebetete Ave Maria galt als eine Rose, die der Gottesmutter dargebracht wird. Viele Heilige sahen im Rosenkranz einen Kranz aus geistlichen Rosen, den die Gläubigen der Himmelskönigin schenken. Die Rose war seit jeher ein Symbol der Liebe, Reinheit und Schönheit Mariens. Wer den Rosenkranz betet, flicht gleichsam einen Kranz aus Rosen für die Mutter Gottes. Darum wird der Rosenkranz nicht nur gesprochen – er wird geopfert, dargebracht und der Gottesmutter überreicht.

Und Maria nimmt dieses Gebet mit besonderer Liebe an.

Papst Pius X. sagte: „Unter allen Gebeten ist der Rosenkranz das schönste, das reichste an Gnaden und dasjenige, dass die heilige Jungfrau am meisten erfreut.“

Eine geistliche Waffe für unsere Zeit

Wir leben in einer Zeit großer Verwirrung. Glaubensabfall, moralische Orientierungslosigkeit und geistliche Dunkelheit breiten sich immer weiter aus. Viele Menschen verlieren den Glauben oder kennen die Wahrheit Christi nicht mehr.

Gerade deshalb hat der Rosenkranz heute eine besondere Bedeutung.

Der heilige Maximilian Kolbe sagte: „Der Rosenkranz lässt die Hölle erzittern.“

Dieses einfache Gebet besitzt eine ungeheure geistliche Kraft. Wenn ein Gläubiger kniend mit dem Rosenkranz betet, greift er nicht nur für seine eigene Seele ein, sondern auch in die Geschichte der Welt.

  • Der Rosenkranz verändert Herzen.
  • Er bringt Bekehrungen hervor.
  • Er schützt Familien.
  • Er bewahrt den Glauben.
  • Er vertreibt den Einfluss des Bösen.

Viele Siege der Christenheit wurden dem Rosenkranz zugeschrieben – nicht menschlicher Stärke, sondern der Hilfe Mariens. Darum ist der Rosenkranz besonders in unserer Zeit ein Rettungsmittel des Himmels. Wer ihn treu betet, bleibt unter dem Mantel der Gottesmutter.

Die fünfzehn Verheißungen Mariens

Die Tradition der Kirche kennt die berühmten fünfzehn Verheißungen, welche die Gottesmutter jenen gewährt, die den Rosenkranz andächtig und beharrlich beten.

Maria verspricht unter anderem:

  • besonderen Schutz und große Gnaden,
  • Hilfe im Kampf gegen die Versuchung,
  • Bewahrung vor Irrtum und Häresie,
  • Wachstum in Tugend und Heiligkeit,
  • die Gnade der Bekehrung,
  • Beistand in der Todesstunde,
  • Schutz vor einem unvorhergesehenen Tod,
  • Anteil an den Verdiensten der Heiligen,
  • Hilfe für die Armen Seelen im Fegefeuer,
  • besondere Glorie im Himmel.

Eine der tiefsten Verheißungen lautet:

„Die Seele, welche in rechter Weise durch meinen Rosenkranz ihre Zuflucht zu mir nimmt, geht nicht verloren.“

Welch gewaltiger Trost liegt in diesen Worten!

Der Rosenkranz ist kein magischer Schutzzauber. Er verlangt Glauben, Beharrlichkeit und ein aufrichtiges Herz. Doch wer sich wirklich der Gottesmutter anvertraut und treu den Rosenkranz betet, wird von Maria geführt, beschützt und näher zu Christus gebracht.

Unter dem Mantel Mariens

Der Rosenkranz ist mehr als eine Andacht. Er ist ein Weg des Evangeliums mit Maria. In jedem Geheimnis betrachten wir Jesus Christus mit den Augen seiner heiligsten Mutter.

Darum führt der wahre Rosenkranz niemals von Christus weg, sondern immer tiefer zu Ihm hin. In Fatima, Lourdes und vielen anderen Erscheinungen hat die Gottesmutter immer wieder zum Rosenkranz aufgerufen. Sie kennt die Gefahren unserer Zeit und gibt ihren Kindern genau jene Waffe, die sie benötigen.

Wenn die Welt immer dunkler wird, müssen wir umso fester den Rosenkranz ergreifen.

  • In den Händen der Heiligen wurde er zu einem Schwert gegen die Macht der Finsternis.
  • In den Händen einfacher Gläubiger wurde er zur Quelle unzähliger Wunder.
  • In den Händen Mariens wird er zum Rettungsanker für die Seelen.

Mögen wir daher täglich den Rosenkranz beten, die Geheimnisse Christi betrachten und unter dem Schutz der Gottesmutter bleiben.

Weitere Vorträge und Videos zum Rosenkranz unter Videos – Rosenkranzgebet

 

Textquelle:

Telegram-Kanal: Glaubensvorträge Zaitzkofen

Home

Bildquelle:

https://fsspx.de/de/news/rosenkranzmonat-wie-betet-man-den-rosenkranz-5355

Unsere liebe Frau von Las Lajas

Drucke diesen Beitrag