Jetzt unterschreiben: Petition an Papst Leo XIV.

Jetzt unterschreiben: Petition an Papst Leo XIV.

2026 06 02 petion bischof schneider sm 1Die Plattform LifeSiteNews hat eine Petition an Papst Leo XIV. veröffentlicht, in der dazu aufgerufen wird, die Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) zu unterstützen und ihr für die geplanten Bischofsweihen das notwendige päpstliche Mandat zu gewähren. Bischof Athanasius Schneider hat die Gläubigen ausdrücklich ermutigt, diese Petition zu unterzeichnen und dem Heiligen Vater vorzulegen. Er hatte auch bereits einen Appell an Papst Leo XIV. gerichtet (siehe hier).

Diese Petition kann von allen unterzeichnet werden – auch von Gläubigen, die nicht bei der FSSPX ihren Glauben praktizieren, aber sich um die Einheit der Kirche sorgen.

Hier geht es zur Petition: https://lifepetitions.com/petition/sspxschneider

Die deutschsprachige Übersetzung der Petition finden Sie nachstehend.

 

PETITION: Dringender Appell an Papst Leo XIV., die Priesterbruderschaft St. Pius X. zu unterstützen

Bischof Athanasius Schneider hat die Gläubigen ermutigt, dem Heiligen Vater die folgende Petition vorzulegen.

Gelobt sei Jesus Christus – in Ewigkeit. Amen.

Heiliger Vater,

nur wenige Tage nach der Übernahme Ihres Petrusdienstes hatten Eure Heiligkeit die glückliche Gelegenheit, die in Rom zum Jubiläum der Ostkirchen versammelten katholischen Hierarchen des Ostens zu begrüßen und anzusprechen. Ihre ermutigenden Worte waren ein verheißungsvolles Zeichen dafür, dass Ihr Pontifikat von einer väterlichen Sorge für das Wohl der Ostkirchen und der Gläubigen, die darin ihre geistliche Heimat finden, geprägt sein wird.

Für uns, die wir das reiche Erbe der Kirche sowohl des Ostens als auch des Westens schätzen, erfüllen Ihre Worte an die östlichen Hierarchen vom 14. Mai 2025 uns mit Freude. Es hat uns beglückt, aus Ihrem eigenen Mund Ihre Wertschätzung für das geistliche Erbe des Ostens zu hören. Wir, die wir der lateinischen Kirche angehören, wurden bei dieser Gelegenheit zudem von der Hoffnung getragen, dass Eure Heiligkeit uns zu gegebener Zeit die volle Freiheit gewähren werde, unsere Traditionen des lateinischen Ritus im Schoß der heiligen Mutter Kirche zu leben – eine Freiheit, die unsere Brüder und Schwestern im Osten genießen, die uns jedoch heute allzu oft von kirchlichen Autoritäten eingeschränkt oder verweigert wird.

Wir glauben, dass Eure Heiligkeit mit den ehrwürdigen Traditionen der lateinischen Kirche wohlvertraut ist – ihrem liturgischen, devotionalen, disziplinären und geistlichen Erbe –, das die Geschichte des abendländischen Christentums, den katholischen Glauben unserer Vorfahren, geprägt hat und das bis zu den Reformen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil für die große Mehrheit der Kirche weltweit ein selbstverständlicher Bestandteil des katholischen Lebens von Heiligen wie von Sündern war. Auch Sie selbst haben dieses Erbe – „O Schönheit, uralt und doch immer neu“ – in Ihrer eigenen Kindheit erfahren.

Wir beten, dass Eure Heiligkeit, angesichts der nicht geringen Zahl von Gläubigen des lateinischen Ritus, die aus dem vollen Schatz ihrer traditionellen Überlieferung geistliche Kraft schöpfen und darin im katholischen Glauben gestärkt werden, diese treuen Gläubigen großherzig anerkennen, segnen und in ihrer Treue zu ihrem geistlichen Erbe ermutigen möge – so, wie Sie es im vergangenen Jahr gegenüber den Gläubigen der östlichen Tradition getan haben.

Da die Priesterbruderschaft St. Pius X. gegenwärtig der bedeutendste Träger dieser Tradition des lateinischen Ritus ist und zugleich derzeit in Spannungen mit dem Heiligen Stuhl steht, wagen wir es, Eure Heiligkeit um das zu bitten, was allein Sie gewähren können – um des Friedens und der Einheit der Kirche willen, die Sie so sehr wünschen.

Darum möchten wir, die Unterzeichnenden, bewegt von aufrichtiger Liebe zu den Seelen und zur heiligen Mutter Kirche und bedrückt durch die gegenwärtigen Schwierigkeiten, die ihre Glieder treffen, unserer Heiligkeit unseren Wunsch zum Ausdruck bringen, die Priesterbruderschaft St. Pius X. in ihrem langjährigen und verdienstvollen Wirken für die Seelen zu unterstützen.

Mit Sorge haben wir vernommen, dass der Heilige Stuhl angekündigt hat, die Bruderschaft werde gemäß den Bestimmungen des Kirchenrechts automatisch die Exkommunikation auf sich ziehen, falls sie die am 1. Juli 2026 geplante Bischofsweihe ohne Mandat Eurer Heiligkeit vollzieht.

Ihr Vorgänger, Papst Franziskus, hat die Arbeit der Priesterbruderschaft St. Pius X. gewürdigt und ihr – in einem Geist der Barmherzigkeit und im Bemühen um gute Ordnung in der Kirche – die Vollmacht zur Beichte gewährt sowie die Bischöfe ermutigt, für gültige Eheschließungen der Gläubigen zu sorgen, die sich an die Priester der Bruderschaft wenden. In diesem entscheidenden Moment im Leben der Kirche bitten wir Eure Heiligkeit inständig, nun dieselbe väterliche Barmherzigkeit gegenüber der Priesterbruderschaft St. Pius X. walten zu lassen – in jener Großherzigkeit, zu der allein der Nachfolger des heiligen Petrus fähig ist.

Wir bitten Eure Heiligkeit demütig, der Priesterbruderschaft St. Pius X. Ihren Segen und das päpstliche Mandat für die am 1. Juli vorgesehenen Bischofsweihen ohne Vorbedingungen zu gewähren. Dadurch würde es der Bruderschaft ermöglicht, ihr Wirken zum Wohl der Kirche und der Seelen fortzusetzen, ohne das Stigma einer Entfremdung von der Kirche und von Eurer Heiligkeit zu tragen, die als Garant der sichtbaren Einheit der Kirche gemäß dem Willen ihres göttlichen Hauptes, Jesus Christus, eingesetzt ist.

Ein solcher großherziger Schritt Eurer Heiligkeit könnte viel dazu beitragen, eine Verhärtung der Spaltungen in der Kirche zu verhindern und eine faktische Trennung treuer Katholiken zu vermeiden, die sich sonst über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte hinziehen könnte, wie es uns die Geschichte etwa beim Großen Schisma von 1054 zeigt.

Die Weihe von Bischöfen in der Priesterbruderschaft St. Pius X. würde in keiner Weise jene bedrohen, die in der Bruderschaft eine Gefahr sehen mögen. Vielmehr würde sie zahlreichen Gläubigen, die nach dem geistlichen Erbe der lateinischen Kirche – ihrer Liturgie, Frömmigkeit, Disziplin und Spiritualität – verlangen, ermöglichen, ihre traditionelle Form katholischen Lebens unbehelligt und in Frieden mit der übrigen Kirche zu leben.

Indem wir Eure Heiligkeit unserer Gebete und Opfer für Ihr Wohlergehen sowie für die Priesterbruderschaft St. Pius X. und die ganze Kirche versichern, bitten wir demütig im Geist kindlicher Hingabe um den Apostolischen Segen für uns und unsere Familien.

Jesus, Maria und Joseph +

Unsere Liebe Frau, Hilfe der Christen – bitte für uns!

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