Anlässlich des Rosenkranzmonates möchten wir eine Initiative aus den USA vorstellen. Dort besuchen Rosenkranz-Teams regelmäßig Seniorenheime, um gemeinsam mit älteren Menschen den heiligen Rosenkranz zu beten. Eine schöne Initiative, die auch uns zum Nachdenken anregt: Wäre ein solches Rosenkranz-Apostolat nicht auch bei uns eine Möglichkeit, der Gottesmutter zu dienen und Seelen zu Christus zu führen?
In den Vereinigten Staaten breitet sich eine schöne Initiative aus: Freiwillige besuchen ältere Menschen in Pflegeheimen und Seniorenwohnanlagen, um gemeinsam mit ihnen den heiligen Rosenkranz zu beten. Was als einzelnes Rosenkranz-Team begann, ist inzwischen zu einem landesweiten Apostolat geworden.
Gemeinsam beten und den Glauben weitergeben
Die Initiative wurde von der Palliativpflegerin Teresa Rodriguez in Denver ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, in möglichst vielen Einrichtungen Rosenkranz-Teams aufzubauen. Die freiwilligen Helfer besuchen wöchentlich zur gleichen Zeit dieselben Einrichtungen und beten gemeinsam mit den Bewohnern.
Dabei geht es nicht allein um das gemeinsame Gebet. Die Besucher schenken den älteren Menschen auch Zeit, Aufmerksamkeit und menschliche Nähe. Auf diese Weise wird ein Werk der Barmherzigkeit verwirklicht: Kranke und ältere Menschen werden besucht und geistlich begleitet.
Mittlerweile gibt es mehr als 300 Rosenkranz-Teams mit rund 850 Freiwilligen in 35 US-Bundesstaaten. Jährlich werden über 120.000 Rosenkränze gebetet.
Der Rosenkranz schenkt Trost und Hoffnung
Für viele Bewohner ist die wöchentliche Gebetsstunde zu einem besonderen Höhepunkt geworden. Sie finden im gemeinsamen Gebet Frieden, Gemeinschaft und die Möglichkeit, ihre persönlichen Anliegen vor Gott zu tragen.
Zugleich werden sie daran erinnert, dass ihr Gebetsleben weiterhin von großer Bedeutung ist. Auch im hohen Alter können sie für ihre Familien, die Kirche und die ganze Welt beten und auf diese Weise am Apostolat teilhaben.
Eine weitere Frucht dieses Dienstes besteht darin, dass Menschen durch die Begegnung mit den Freiwilligen wieder einen Zugang zum katholischen Glauben finden. So kam beispielsweise ein Bewohner namens Warren, der ursprünglich methodistisch aufgewachsen war, nach vielen Jahrzehnten durch die Begegnung mit einem Rosenkranz-Team zur Aufnahme in die katholische Kirche. Dies geschah wenige Wochen vor seinem Tod.
Eine Anregung für unser eigenes Apostolat
Diese Initiative aus den USA gibt auch uns einen wertvollen Anstoß. Wie viele ältere und kranke Menschen warten vielleicht darauf, dass jemand ihnen Zeit schenkt und mit ihnen betet?
Gerade der Rosenkranz ist ein kostbares Mittel des Apostolats. Durch ihn wenden wir uns gemeinsam mit der allerseligsten Jungfrau Maria an ihren göttlichen Sohn Jesus Christus. Er kann Trost spenden, Herzen öffnen und Menschen wieder näher zu Gott führen.
Vielleicht wäre es auch in unseren Gemeinden möglich, kleine Rosenkranz-Gruppen zu bilden, die regelmäßig Seniorenheime oder kranke Menschen besuchen. Es braucht dafür nicht unbedingt viele Helfer, sondern vor allem die Bereitschaft, Zeit zu schenken und im Vertrauen auf die Gnade Gottes zu handeln.
Die Gottesmutter möchte uns als ihre Kinder gebrauchen, um Seelen zu ihrem göttlichen Sohn zu führen. Jeder Rosenkranz, der mit Liebe und im Glauben gebetet wird, kann zu einem wertvollen Dienst für die Kirche und die Rettung der Seelen werden.
Die Rosenkranz-Teams in den USA zeigen, wie ein solches Apostolat konkret Gestalt annehmen kann. Möge die allerseligste Jungfrau Maria auch bei uns viele Herzen für diese Aufgabe öffnen.
Unterstützung benötigt?
Wer bei einer solchen Initiative mitwirken möchte und dafür Unterstützung benötigt, etwa kostenlose Rosenkranzsets für den Besuch in einem Altersheim, darf sich gerne bei uns melden. Wir helfen gerne nach unseren Möglichkeiten weiter.
https://m-i.info/de/shop/rosenkranz/rosenkranzset/
Textquelle:
https://www.kath.net/news/91042
Bild: KI – generiert




